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Superbike*IDM in Assen: Prokop wächst über sich hinaus
15.08.2016 00:00:00

Janusch Prokop holte am vergangenen Wochenende in den Niederlanden die Kohlen für das Kawasaki Schnock Team Motorex aus dem Feuer. Der 18-jährige Superstock 600-Fahrer fuhr mit der Kawasaki ZX-6 R aufs Podium. Jonas Geitner war wegen eines gebrochenen Wadenbeins nicht am Start.

In der IDM Superstock 1000 punkteten die Teamfahrer Roman Stamm und Daniel Kartheininger auf den Kawasaki ZX-10 R in beiden Rennen.
 
Einmal im Jahr gastiert die SUPERBIKE*IDM, Deutschlands höchste Motorrad-Straßenrennsportserie in Assen. Janusch Prokop machte dort in der Klasse IDM Superstock 600 alles richtig und befolgte die Anweisungen von Cheftechniker Roman Raschle genau. „Er sagte, ich solle in der ersten Kurve auf keinen Fall innen fahren, sonst würde ich an Schwung verlieren“, erzählte er.

Nach einem hervorragenden Start aus der zweiten Reihe heraus mischte der Reichenbacher gleich zu Beginn an der Spitze mit.  Nach elf Runden hatte sich Prokop sogar auf den zweiten Rang nach vorn gearbeitet, als das Rennen wegen des stärker werdenden Regens abgebrochen wurde. Laut Reglement wurde die zuvor komplett absolvierte Runde gewertet. Zu diesem Zeitpunkt war Prokop allerdings noch auf dem dritten Platz gewesen.
 
„Der Rennabbruch war schade. Ich hatte einen tollen Kampf mit dem Niederländer Bryan Schouten. Er hat im Regen das Gas zurückgenommen, mit ein bisschen Risiko habe ich ihn überholt, obwohl er bis zum Schluss versucht hat mich zu blockieren.“

Im zweiten Rennen wurde Prokop als Sechster gewertet. „Ich habe diesmal länger gebraucht, um in den richtigen Rhythmus zu kommen. Am Ende bin ich die gleichen Zeiten gefahren wie im ersten Lauf. Wenn ich mir überlege, dass ich meine erste IDM-Saison überhaupt bestreite und es eigentlich ein Lehrjahr sein sollte, ist alles viel besser gelaufen als erwartet. Aus Assen fahre ich mit einem sehr guten Gefühl nach Hause.“

In der IDM Superstock 600-Gesamtwertung ist Janusch Prokop nun Fünfter. Er rangiert nur noch einen einzigen Punkt hinter seinem Teamkollegen Jonas Geitner. Der Bayer fehlte in den Niederlanden wegen eines gebrochenen Wadenbeins. Er stürzte vor einer Woche beim Supermoto-Training im tschechischen Cheb.

„Leider ist der Bruch auch ziemlich unglücklich verlaufen, nämlich nicht quer, sondern senkrecht“, teilte der 19-Jährige mit. Für „Joni“ war die Zwangspause in Assen gleich doppelt bitter. Weil sich noch ein weiterer Spitzenfahrer abgemeldet hatte, wäre für Geitner locker der Sprung nach vorn in die Top 3 der Gesamtwertung möglich gewesen.  
 
Roman Stamm hätte in der IDM Superstock 1000 das letzte Hemd gegeben, um Meister in der Klasse zu werden. Aber er muss zurückstecken. Sein Ziel ist es jetzt, mit der neuen Kawasaki ZX-10R am Jahresende unter den drei besten Fahrern zu sein. Die Chance ist vorhanden. In Assen war der Schweizer das ganze Wochenende auf der Suche nach optimalen Reifen-Grip.

„Wir waren mit unserer Motorradabstimmung schon sehr nah dran. Für das erste Rennen habe ich eine viel zu sichere Reifenwahl getroffen, mit der härteren Variante lag ich falsch. Ich befand mich öfter in Sturzgefahr und musste gegen Konkurrenten kämpfen, die normalerweise kein Thema für mich sind. Aber es war meine eigene Entscheidung.“ Stamm kam als Neunter seiner Klasse im Ziel an. Der zweite Lauf endete dank neuer Kupplung und einem weicheren Reifen deutlich besser. Ausbeute: Platz vier.
 
Daniel Kartheininger gelang es in den Niederlanden, einen weiteren Platz in der Gesamtwertung nach vorn zu rücken. Er ist jetzt Tabellen-Neunter. Im Training konnte sich der Memminger laufend verbessern, doch langsamere Fahrer stoppten letztlich seinen Vorwärtsdrang auf besonders schnellen Runden. Im ersten Rennen lang ihm ein fulminanter Start. Weil der Asphalt nach dem Regen und wegen der niedrigen Nachttemperaturen sehr kühl war, hatte er wie Teamkollege Stamm einen härteren Pirelli-Reifen gewählt. „Am Anfang war das gut, aber zum Schluss nicht mehr.“

Mit einer weicheren Mischung stürmte der 23-Jährige im zweiten Lauf auf den sechsten Platz – seinem bisher besten Saisonergebnis. Kartheininger behielt im Getümmel nach dem Start den Überblick. „Einige Fahrer glaubten, das Rennen gleich in der ersten Runde gewinnen zu müssen. Vor mir sind zwei gestürzt. Dadurch ist eine Lücke zur Spitzengruppe entstanden. Zum Glück konnte ich sie halbwegs schließen.“ 
 
In vier Wochen geht es für das Kawasaki Schnock Team Motorex zum dritten Mal in diesem Jahr auf den Lausitzring. Vom 16. bis 18. September 2016 wird die SUPERBIKE*IDM dort im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft ausgetragen.   
 
    
Punktestand IDM Superstock 600 nach 10 von 14 Rennen:
1. Stange (D/Kawasaki), 174 Punkte; 2. Schouten (NL/Yamaha), 165; 3. Wahr (D/Suzuki), 128; 4. Ullrich (D/Yamaha), 128;  5. Geitner (D/Kawasaki), 99; 6. Prokop (D/Kawasaki), 98.
 
Punktestand IDM Superstock 1000 nach 11 von 15 Rennen:
1. De Boer (NL/Yamaha), 255 Punkte; 2. Grünwald (D/Yamaha), 200, 3. Bühn (D/BMW), 139; 9; 4. Stamm (CH/Kawasaki), 123; 9. Kartheininger (D/Kawasaki), 68.
 
Nächstes Rennen:
16./17./18. September 2016, Lausitzring
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